10.01.2018 - K+S: US-Steuerreform schmälert 2017 den Nettogewinn

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S AG erwartet aus der US-Steuerreform einen einmaligen Steueraufwand für das vierte Quartal 2017, der den Nettogewinn im Quartal und im Gesamtjahr schmälern wird. Dadurch könnte eventuell von der Dividende für 2017 ein "niedriger einstelliger" Cent-Betrag abgeschmolzen werden, sagte ein Sprecher. Dies sei ein "Best Guess", und da noch keine finalen Zahlen für 2017 vorliegen, könne man zum jetzigen Zeitpunkt keine genaueren Aussagen treffen.

Für 2016 hatte K+S eine Dividende von 0,30 Euro pro Aktie gezahlt, nach 1,15 Euro im Jahr zuvor. Das operative Ergebnis für 2017 sei durch die US-Steuerreform nicht beeinflusst, und sie sei auch nicht liquiditätswirksam, sagte der Sprecher. Mittelfristig erwartet K+S, das an mehreren Standorten in den USA mit Werken zur Salzerzeugung vertreten ist, aus der Steuerreform eine Steuerentlastung für das US-Geschäft.

Für die Jahre 2018 bis 2020 sieht K+S kumuliert einen positiven Cash-Effekt von 30 Millionen US-Dollar aus der Steuerreform. Ein Bestandteil der US-Steuerreform ist die Senkung des US-Bundeskörperschaftsteuersatzes auf 21 Prozent von zuvor 35 Prozent ab 1. Januar 2018.

In Folge dessen müssen die latenten Steuerpositionen in den Bilanzen der in den Konzernabschluss einzubeziehenden US-Unternehmen neu bewertet werden. K+S berichtet die Zahlen zum Geschäftsjahr 2017 und vierten Quartal am 15. März. Für 2017 erwartet das Unternehmen einen operativen Gewinn (EBIT) von 260 bis 360 Millionen Euro.

MBI/DJN/ssc/10.1.2018

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