14.05.2018 - FNR: Fläche für nachwachsende Rohstoffe stabil

Mit geschätzten 2,65 Millionen Hektar hat die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe in Deutschland 2017 nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau gelegen. Damit produzieren Landwirte hierzulande seit vier Jahren auf nahezu gleichbleibendem Niveau Biomasse, vor allem für die Strom-, Wärme- und Biokraftstofferzeugung, aber auch für die stoffliche Nutzung, wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mitteilte.

Energiepflanzen für Biogasanlagen beanspruchten 2017 mit fast 1,4 Mio ha erneut die größte Fläche beim Anbau nachwachsender Rohstoffe. Auf etwa zwei Drittel dieser Fläche wuchs demnach Mais. Auf dem anderen Drittel standen weitere Energiepflanzen wie Gräser, Getreide, Rüben und Leguminosen oder die Durchwachsene Silphie. Diese bienenfreundliche Dauerkultur hat demnach ihren Anbauumfang mit 1.900 ha gegenüber 2016 mehr als verdoppelt.

Die deutschen Biokraftstoffhersteller setzen laut FNR überwiegend auf heimische Pflanzen wie Raps, Getreide und Zuckerrüben, die auf insgesamt etwa 960.000 ha wuchsen. Der heimische Anbau zur Gewinnung von Industrierohstoffen bewege sich weiterhin auf einem stabilen, aber niedrigen Niveau von etwa 300.000 ha. Es dominierten Rapsöl für technische Zwecke mit rund 131.000 ha sowie Industriestärke (Weizen, Körnermais, Kartoffeln) mit 128.000 ha. Zudem wuchsen Zuckerrüben für Industriezucker auf 15.000 ha und Arznei- und Färbepflanzen auf etwa 12.000 ha.

MBI/12/sru/ste/14.5.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource