14.05.2018 - Ernte 2018: Winterweizen dominiert weiter Getreidebau in Brandenburg

In Brandenburg wächst in diesem Jahr auf rund 507.200 Hektar Getreide zur Ernte heran. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in Potsdam jetzt auf der Grundlage einer ersten Meldung der dortigen Ernte- und Betriebsberichterstatter mitteilte, bedeutet das 3.500 Hektar weniger als 2017. Demnach bleibt Winterweizen - trotz eines Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr - die anbaustärkste Getreideart in Brandenburg: Diese Anbaufläche nahm gemessen an 2017 um fast 6 Prozent ab und beträgt nun 166.600 Hektar.

Roggen wird nach Auskunft der Behörde wie im Vorjahr von rund 160.500 Hektar zu ernten sein. Die Anbaufläche mit Triticale wurde gemessen am Vorjahr um fast 4 Prozent auf 36.400 Hektar verringert. Derweil wird in Brandenburg erstmals seit 1997 wieder auf mehr als 100.000 Hektar Gerste angebaut: Die Fläche mit Wintergerste wuchs nur geringfügig um rund 900 auf 92.300 Hektar, wie die Statistiker bekannt gaben. Dagegen trugen widrige Aussaatbedingungen, wie etwa zu nasse Flächen, dazu bei, dass deutlich mehr Sommergerste angebaut wurde. Diese Anbaufläche wuchs um fast 43 Prozent auf rund 10.000 Hektar. Auch der Haferanbau profitierte demnach von den Einschränkungen im Herbst - die Anbaufläche nahm um 8 Prozent auf 15.000 Hektar zu.

Kleiner als im Vorjahr ist 2018 in Brandenburg die Fläche mit Winterraps, die um knapp 2 Prozent auf 126.300 Hektar abnahm. Dagegen wurde die Maisfläche (Körner- und Silomais) um 2 Prozent auf 215.500 Hektar erweitert. Beim Kartoffelanbau registrierte die Statistikbehörde eine Steigerung um 6 Prozent auf 10.700 Hektar. Zuckerrüben werden demnach in diesem Jahr voraussichtlich von 7.100 Hektar gerodet. Das entspreche einem Anstieg um 12 Prozent, erläuterte das Landesamt.

MBI/12/jc/ssc/14.5.2018

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