27.11.2018 - Genussmittel und Getränke - Rübenernte 2018: Hohe Zuckergehalte treffen auf unterschiedliche Erträge

Die Rübenerträge im Verbreitungsgebiet des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) schwanken in diesem Jahr so stark wie nie zuvor, und zwar abhängig von der Witterung und der Bodengüte. Auf flachgründigen Böden mit schlechter Wasserführung fuhren die Rübenanbauer äußerst schlechte Ernten ein, derweil auf tiefgründigen Standorten mit guter Wasserführung noch überraschend gute Ergebnisse erzielt werden konnten, wie der Landvolk-Pressedienst (LPD) jetzt mitteilte. Demnach litten die Zuckerrüben in den meisten Regionen unter der extremen Trockenheit der vergangenen Wochen und Monate. Besonders im Norden und in der Mitte Deutschlands blieben demnach bis zur Ernte flächendeckende Niederschläge aus. Nur lokal brachten Gewitterschauer nennenswerte Regenmengen.

Laut LPD verwelkten gerade auf trockenen Standorten ohne Beregnung die Blätter der Zuckerrüben zu großen Teilen frühzeitig. Damit wurden die Rüben auch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Bundesweit betrachtet sollen der Norden und der Osten Deutschlands deutlich stärker unter der Trockenheit gelitten haben als der Süden und der Westen. Daher gebe es Betriebe, die mit 30 Tonnen je Hektar witterungsbedingt eine sehr schlechte Ernte machen, während wenige Kilometer weiter Bauern mit 100 Tonnen Rüben je Hektar eine Rekordernte einfahren, berichtet der LPD.

Ausgezeichnet sind nach den Angaben des niedersächsischen Bauernverbands (Landvolk) dagegen die Zuckergehalte, die mit 20 Prozent und mehr die bisherigen Werte übertreffen sollen. Trotzdem werde die aktuelle Rübenernte in Norddeutschland sowie in Deutschland und in Europa insgesamt geringer ausfallen als im langjährigen Durchschnitt, prognostiziert der Bauernverband. Nach seinen Erhebungen haben die Landwirte die Rübenernte bereits weitgehend abgeschlossen. Aufgrund der regional sehr unterschiedlichen Erträge sollen einige Nordzucker-Werke ihre Verarbeitung bereits kurz vor Weihnachten abschließen, prognostiziert der LPD. An anderen Nordzucker-Standorten soll noch bis Mitte Januar gearbeitet werden.

MBI/12/jc/ssc/27.11.2018

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