11.07.2019 - Genussmittel und Getränke - Pizza und Stärke laufen nach Plan: Südzucker rutscht unterm Strich in rote Zahlen

Südzucker hat im ersten Geschäftsquartal vor allem wegen eines Verlusts im Segment Zucker operativ signifikant weniger verdient und ist unterm Strich in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz sank, und die Margen verschlechterten sich. Der Mannheimer SDAX-Konzern sieht sich aber auf Kurs für die bereits niedrigen Jahresziele. Im Segment Frucht sei allerdings der prognostizierte "deutliche Ergebnisanstieg" aufgrund des schwachen Jahresauftakts "merklich schwieriger zu erreichen". Das Investitionsprogramm zur Kapazitätserweiterung in den Bereichen funktionelle Inhaltsstoffe, Pizza und Stärke verlaufe nach Plan.

Im ersten Quartal per Ende Mai ergab sich ein den Aktionären zuzurechnender Verlust von 7 Millionen Euro, im Vorjahr war hier noch ein Nettogewinn von 20 Millionen angefallen.

Operativ erwirtschaftete Südzucker einen Gewinn von 47 Millionen Euro, 40 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Der Verlust im Segment Zucker und der Gewinnrückgang im Segment Frucht konnte nicht durch deutliche Gewinnsteigerungen bei Spezialitäten und Cropenergies kompensiert werden

Der Umsatz sank um 3,5 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro, getrieben durch den Rückgang im Segment Zucker. Hingegen war das Segment Frucht auf Vorjahresniveau, in den Segmenten Spezialitäten und Cropenergies stieg der Umsatz.

Im Geschäftsjahr, das Ende Februar 2020 endet, erwartet Südzucker weiterhin ein operatives Konzernergebnis zwischen 0 und 100 Millionen Euro (Vorjahr: 27 Millionen Euro). Im Segment Zucker rechnet der Konzern weiter mit einem operativen Verlust zwischen 200 bis 300 Millionen Euro, das Segment Spezialitäten soll das Ergebnis weiter moderat steigern. Im Segment Cropenergies wird nun ein operativer Gewinn zwischen 30 und 70 Millionen Euro erwartet.

Der Umsatz soll weiter zwischen 6,7 und 7,0 (Vorjahr: 6,8) Milliarden Euro liegen. Dabei wird im Segment Zucker von einem moderaten Umsatzrückgang ausgegangen, das Segment Cropenergies soll 740 bis 820 Millionen Euro beitragen. Das Segment Spezialitäten soll den Umsatz leicht, das Segment Frucht den Umsatz moderat steigern.

MBI/DJN/ssc/11.7.2019

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