16.05.2018 - Genussmittel und Getränke - Kameruns Zentralregion: Kakaoproduktion wächst dank Regen um 3 Prozent

Fast vier Monate Regen sollen die Kakaoproduktion in Kameruns Zentralregion erhöhen. Der Regen habe die Kakaobäume wiederbelebt, die unter einer kürzlichen Trockenperiode gelitten hatten, erklärte ein Sprecher der Cocoa and Coffee Farmers Organization of Cameroon: "Wir rechnen damit, dass die Kakaobohnenernte in der Zentralregion um 3 Prozent wächst." Die Region steht für etwa 40 Prozent der jährlichen Kakaoproduktion Kameruns.

Die Kakaopreise in Douala, dem Haupthafen Kameruns, sind in dieser Woche aufgrund des knappen Angebots gestiegen, wie Exporteure und Händler berichten. Laut dem nationalen Kakoa- und Kaffeerat wurde 1 Kilogramm Kakaobohnen, die für den Export bestimmt sind, diese Woche für 1.344 Zentralafrikanische Franc (rund 2,43 US-Dollar) verkauft, was einem Anstieg von 4,5 Prozent bedeutet.

Die Regenfälle in Westafrika, die die Entwicklungsbedingungen für Kakao verbesserten, belasten laut den Analysten der Commerzbank auch die Kakao-Futures in New York. Für die nächsten Tage seien weitere Niederschläge angekündigt. In Teilen von Côte d’Ivoire sei es allerdings nach wie vor zu trocken. Die Zahlen zur Kakaoproduktion blieben dort aber positiv. In der vergangenen Woche sollen die Anlieferungen laut Commerzbank um 15 Prozent über dem Vorjahr gelegen haben. Obwohl die - noch immer inoffiziellen - Daten für die seit Saisonbeginn kumulierten Anlieferungen vorige Woche nach unten korrigiert wurden, lägen sie noch immer bei 98 Prozent der Vorjahresmenge. In der Saison 2016/17 sei mit einer Produktion von gut 2 Millionen Tonnen ein neuer Rekord aufgestellt worden, so die Analysten.

MBI/DJN/12/sru/ste/16.5.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource