08.10.2018 - Genussmittel und Getränke - Härtungskennzeichnung soll wegfallen: Ölmühlen begrüßen EU-Grenzwert für Transfette

Der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (Ovid) begrüßt den Gesetzentwurf der EU-Kommission zur Begrenzung von Transfetten in Lebensmitteln. Demnach sollen ab 2021 die Gehalte von industriellen trans-Fettsäuren (TFA) auf 2 Prozent begrenzt werden. "Durch innovative Verfahren ist es der Branche bereits heute möglich, den vorgeschlagenen Grenzwert einzuhalten. Jedoch fehlt im Entwurf die Streichung der gesetzlich vorgeschriebenen und irreführenden Kennzeichnung der Fetthärtung auf Lebensmitteln. Den Unterschied zwischen bedenklicher Teil- und unbedenklicher Vollhärtung versteht kein Verbraucher. Wir fordern daher die Abschaffung der irreführenden Härtungskennzeichnung. Sie verwirrt mehr, anstatt aufzuklären", kommentierte der stellvertretende Ovid-Geschäftsführer Gerhard Brankatschk.

Die gesetzliche Verpflichtung zur Härtungskennzeichnung wurde vor Jahren eingeführt, um auf Produkte mit hohen Gehalten an Transfetten hinzuweisen. Die bevorstehende Einführung des Grenzwertes für Transfette macht diese Kennzeichnung dem Verband zufolge nun jedoch obsolet. Die Härtung verleiht Pflanzenölen eine bessere Konsistenz, dies macht etwa Margarine oder Brotaufstriche streichfähig und ist für viele Lebensmittel erforderlich.

MBI/12/sru/ste/8.10.2018

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