24.05.2018 - Genussmittel und Getränke - Geschäftsjahr 2017/18 positiv gelaufen: Nordzucker will sich weltweit stärker engagieren

Der Zuckerproduzent Nordzucker hat im Geschäftsjahr 2017/18 (Stichtag 28. Februar) unter dem Strich mehr erwirtschaftet als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg von 99 auf 118 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg auf 154 (2016/17: 131) Mio EUR. Ein Minus stand für den Konzern beim Umsatz, dieser sank um 3 Prozent von

1,708 auf 1,650 Milliarden Euro. "Neben Einsparungen aus dem Effizienzprogramm haben vor allem stabile Marktpreise in den ersten drei Quartalen zu dem verbesserten Ergebnis beigetragen", erklärte der Konzern anlässlich der Vorstellung der Bilanz. Jedoch habe der rapide Preisverfall im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 sich bereits negativ auf das Ergebnis ausgewirkt und werde zu einem deutlichen Ergebnisrückgang im laufenden Geschäftsjahr führen.

Zur Erklärung des massiven Preisverfalls verweist Nordzucker auf weltweit prognostizierte Produktionsüberschüsse. Durch eine Ausweitung der Anbauflächen und damit in der Folge auch der Produktion in der EU seien die Zuckerpreise auch in Europa drastisch nach unten gegangen. Auch für das Wirtschaftsjahr 2018/19 werde weltweit ein erheblicher Zuckerüberschuss prognostiziert. Angesichts dieser Entwicklungen rechnet Nordzucker für das laufende Geschäftsjahr nach eigener Aussage mit "einem deutlichen Ergebnisrückgang", einen Verlust will der Konzern jedoch vermeiden. "Wir sind solide finanziert und werden diese Tiefpreisphase durchstehen und für uns nutzen", sagte Vorstandssprecher Lars Gorissen.

Einen stabilen Absatz vermeldete Nordzucker im Geschäftsjahr 2017/18 bei Futtermitteln aus Rüben. Der Melasseabsatz ist ebenfalls stabil geblieben, jedoch waren die Preise etwas rückläufig.

Mit Blick auf die Zukunft bekräftigte der Konzern, dass die EU weiterhin der Kernmarkt für Nordzucker bleibe. Gleichzeitig will der Zuckerproduzent auch weltweit aktiv werden. "Wir werden uns Schritt für Schritt zu einem global agierenden Unternehmen entwickeln", Lars Gorissen. Das Unternehmen plant im laufenden Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von 110 Millionen Euro, 2017/18 waren es 89 Millionen Euro.

MBI/12/ses/ssc/24.5.2018

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