09.01.2019 - Genussmittel und Getränke - Ernährungsreport 2019: Verbraucher wollen transparente, differenzierte Informationen

Die Bundesbürger sind mehrheitlich für ein Tierwohlkennzeichen. Das ist ein Ergebnis des neuen Ernährungsreports 2019 mit dem Titel "Deutschland, wie es isst", den Bundesernährungsministerin Julia Klöckner jetzt in Berlin vorstellte. Demnach befürworten 81 Prozent der für den Report Befragten ein offizielles Siegel, das sicherstellt, dass Nutztiere besser gehalten werden als gesetzlich vorgeschrieben. Eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr weist der Report zudem bei denjenigen aus, die es wichtig oder sehr wichtig finden, Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen vorzufinden. Den Verbrauchern gehe es also um transparente und differenzierte Informationen, nicht nur um eine grafische Simplifizierung, folgerte Klöckner aus den Befragungsergebnissen.

Die zeigten auch, dass sich eine große Mehrheit immer bewusster ernähre, sagte die Ministerin. Dazu verwies sie darauf, dass es 71 Prozent der Befragten wichtig sei, dass Fertigprodukte weniger Zucker enthalten. 68 Prozent wollen demnach ebenfalls weniger ungesunde Transfette und 38 Prozent weniger Salz in Fertignahrung. Über allem stehe aber der Geschmack, betonte die Ministerin. Daher solle der Staat auch keine Produktrezepte vorschreiben, die im Alltag zu Ladenhütern werden. Klöckner wertete die in dem Bericht aufgeführten Zahlen als eine Bestätigung für den grundsätzlichen Ansatz ihres Ministeriums und die bereits ergriffenen Maßnahmen im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz.

Zum Ernährungsverhalten der Deutschen stellt der Report als Haupterkenntnis fest, dass neun von zehn Verbrauchern gesundes Essen wichtig ist und dieses zudem schmecken soll. 71 Prozent der Bundesbürger essen demnach täglich Obst und Gemüse, 64 Prozent nehmen täglich Milchprodukte zu sich, Fleisch- und Wurstwaren kommen bei 28 Prozent jeden Tag auf den Tisch. Und 6 Prozent der Befragten ernähren sich vegan oder vegetarisch. Als weitere Ergebnisse weist der aktuelle Ernährungsreport aus, dass 48 Prozent der Befragten eine einfache Zubereitung wünschen, 36 Prozent von ihnen auf die Kalorien achten und für 32 Prozent der Preis am wichtigsten ist.

Für den Ernährungsreport 2019 hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesernährungsministeriums (BMEL) im Oktober und November 2018 rund 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt, wie das Ministerium erläuterte.

MBI/12/jc/sru/9.1.2019

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