02.01.2018 - Genussmittel und Getränke - BVE: Größerer EU-Binnenmarkt lässt Außenhandel mit Lebensmitteln wachsen

Die deutschen Nahrungsmittelhersteller profitieren vom Wachstum des europäischen Binnenmarktes. Wie die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) jetzt mitteilte, verfügen die deutschen Branchenbeteiligten nach vier Erweiterungsrunden inzwischen über rund ein Drittel mehr Kunden im Handel mit den EU-Mitgliedsstaaten als zuvor. Die EU ist demnach heute noch weit vor den USA der weltweit größte Importeur und Exporteur von Lebensmitteln. Immerhin handelt es sich beim EU-Binnenmarkt mit rund 500 Millionen Verbrauchern um einen der größten einheitlichen Märkte der industrialisierten Welt, wie die BVE betont.

Von dem stetigen Wachstum des Binnenmarktes seit 1993 profitiere auch die deutsche Ernährungsindustrie, stellt der Verband fest. Denn in der Ernährungsindustrie wird unterdessen jeder vierte Euro im EU-Ausland verdient. Seit 1993 stieg laut BVE der Anteil des Handelsvolumens bei den Einfuhren von 69 auf 75 Prozent und bei den Ausfuhren von 70 auf 74 Prozent. Die im Binnenmarkt gehandelten Agrar- und Lebensmitteleinfuhren beliefen sich demnach im zurückliegenden Jahr auf rund 321 Milliarden Euro. Dies entspreche einem Plus von 287 Prozent, errechnete die BVE. Die Ausfuhren kommen demnach inzwischen auf 325 Milliarden Euro, was einem Plus von 277 Prozent gemessen an 1993 entspricht. Für den agrar- und lebensmittelspezifischen Außenhandel mit Nicht-EU-Mitgliedstaaten belaufen sich die Einfuhren nach Verbandsangaben lediglich auf 109 Milliarden Euro und die Ausfuhren auf 116 Milliarden Euro.

Als die drei größten Absatzmärkte der Ernährungsindustrie 2017 nennt die BVE die Niederlande, Frankreich und Italien. Beliebteste Exportprodukte in diese Länder sind demnach Fleisch und Fleischprodukte, Süßwaren und Dauerbackwaren sowie Milch- und Milchprodukte.

MBI/12/jc/ssc/2.1.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource