12.04.2018 - Genussmittel und Getränke - BLE: Deutsche haben mehr Appetit auf Honig

In Deutschland wächst die Nachfrage nach Honig weiter. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn mitteilte, verzehrte jeder Deutsche laut dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) im vergangenen Jahr rund 1.144 Gramm Honig. Das waren rund 15 Prozent mehr als 2016. Der Selbstversorgungsgrad hierzulande erreichte demnach 2017 mit 30 Prozent wieder den Stand des Jahres 2011.

Um die Nachfrage der deutschen Verbraucher nach Honig zu befriedigen, mussten nach vorläufigen BZL-Daten im vorigen Jahr rund 87.800 Tonnen Honig eingeführt werden. Gleichzeitig wurden rund 21.900 Tonnen Honig exportiert. Der Importüberschuss sei im Vorjahresvergleich um knapp 10 Prozent gestiegen, erläutert das Bundesinformationszentrum. Die wichtigsten Herkunftsländer für deutsche Honigimporte sind demnach Argentinien, die Ukraine und Mexiko.

In Deutschland produzierte ein Bienenvolk 2017 im Mittel 32,6 Kilogramm Honig - rund 24 Prozent mehr als 2016. Nach Erhebungen des Deutschen Imkerbundes wurden hierzulande rund 877.000 Bienenvölker gehalten, wir die BLE berichtet. Dies waren erneut knapp 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Trend zunehmender Völkerzahlen setze sich damit kontinuierlich fort, kommentierte die BLE.

Die ertragreichsten Imker-Landesverbände sind demnach Bayern mit rund 6.500 Tonnen, gefolgt von Baden mit rund 4.200 Tonnen. Baden rangiert laut BLE beim Durchschnittsertrag pro Volk mit 57 Kilogramm vor Bayern mit 34,4 Kilogramm. Die deutlichen Ertragsschwankungen zwischen den Landesverbänden seien auf die Frühjahrsfröste zurückzuführen, die die Obstblüte gebietsweise vernichteten, erläutert die BLE.

MBI/12/jc/sru/12.4.2018

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